Wissen und Können – Video-Trainings für individuelles Lernen

    E-Learning, Lernerfolgskontrolle, mobiles Lernen

    Christoph Sahner, Unternehmensberater und Interim Manager: video2brain

    Unternehmerisch gedacht, greift der Begriff „Wissensvermittlung“ im professionellen Umfeld zu kurz. Denn um erfolgreich in einem Markt zu agieren, benötigt man nicht nur Mitarbeiter mit einem hervorragenden Wissen. Vielmehr kommt es darauf an, dass mit dem entsprechenden Können dieses Wissen auch erfolgreich eingesetzt wird. Während es in Unternehmen etablierte und standardisierte Verfahren gibt, Wissen vorzuhalten, erweist sich das Training von Mitarbeitern oft als komplex, zeitaufwendig und teuer. Video-Trainings können der Königsweg sein, um Wissen schnell, effizient und individuell zu unternehmerisch wichtigem Können zu entwickeln. Ein konkreter Lösungsansatz.

    Wissen vermitteln und Wissen verstehen

    Wissen im Unternehmen digital vorzuhalten und zu organisieren, das wurde in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend perfektioniert. Im Zentrum des Interesses standen die Informationen, die für das operative Funktionieren eines Unternehmens unerlässlich sind: Kundendaten, Prozess- und Produktionsdaten, kaufmännische Daten, Regularien und unternehmensinterne Verfahren. Datenbanken, integrierte DMS- oder ECM-Systeme, SharePoint-Server oder klassische Intranet-Lösungen bieten dafür die entsprechende Infrastruktur.

    Anders sieht es bei der Wissensvermittlung oder gar beim Training aus. Es ist ein ewiger Zielkonflikt, ob Wissen als Push-Information aktiv kommuniziert werden soll oder ob man sie als Pull-Information auf Abruf vorhält. Push-Informationen bergen das Risiko, dass man jemanden mit Wissen überhäuft. Das Wissen wird zwar weitergegeben. Aber ist es angekommen oder gar verstanden? Bei Pull-Informationen ist es gerade umgekehrt. Das Wissen ist zwar verfügbar, aber viele nutzen es nicht, weil sie von seiner Existenz nichts wissen.

    E-Learning und Video-Trainings im Vergleich

    Hier nun kommen moderne Verfahren des E-Learnings und von Video-Trainings ins Spiel. Die Grundidee von Video-Trainings ist einfach und wohl genau deshalb so einleuchtend und akzeptiert. Video-Trainings funktionieren nach einem natürlichen Lernprinzip, wie wir es tagtäglich einsetzen. Wir fragen einen Experten: „Kannst du mir mal zeigen, wie XY funktioniert?“ Oder: „Ich habe hier das Problem AZ. Weißt du, wie man das lösen kann?“

    „Videos sprechen mehre Sinne gleichzeitig an. Deshalb bleibt das Gesehene und Gehörte besser haften.“ So beschreibt Gerhard Koren, Gründer und Geschäftsführer von video2brain, das Prinzip. Voraussetzung sei natürlich eine gute Strukturierung der Inhalte, eine didaktische sinnvolle Aufbereitung und eine sympathische, persönliche Präsentation. „Das ist so ähnlich wie bei persönlichen Trainings. Doch Video-Trainings sind effizienter, denn man wird unabhängig von Ort, Zeitpunkt und der Verfügbarkeit limitierter Lehr-Ressourcen.“

    Bild 1: Laufendes Video-Training

    Unter dem Begriff E-Learning hingegen werden meist alle digitalen Lernmethoden zusammengefasst und Video-Trainings sind ein Teil davon. Typische E-Learnings sind oftmals interaktive Kurse, bei denen nach einzelnen Lektionen oder Kapiteln der Kenntnisstand durch Multiple-Choice-Tests abgefragt wird. Solche E-Learnings können, müssen aber nicht Elemente von Video-Trainings verwenden.

    E-Learnings mit Lernerfolgskontrollen machen überall dort Sinn, wo standardisiertes Wissen benötigt wird und wo durch gesetzliche Vorschriften oder zur Gewährleistung eines regelkonformen Betriebs die Kenntnis eines bestimmten Wissens nachgewiesen sein muss. Michael Fally, beim österreichischen Handelskonzern SPAR verantwortlich für E-Learning, nennt als ein Beispiel für solche Einsatzbereiche die Hygienevorschriften im Lebensmittelhandel und Kenntnisse zur praktischen Umsetzung. Doch, so sagt er weiter, seien mit solchen Verfahren nicht alle notwendigen Anforderungen im Unternehmensalltag abdeckbar. Hier griffen hingegen flexibel einsetzbare Video-Trainings, wobei er sich für die Trainingsbibliothek des in Europa führenden Anbieters video2brain entschieden habe – aus inhaltlichen wie technischen Gründen.

    Video-Trainings in Ausbildung und Unternehmenspraxis

    Doch worauf kommt es konkret an beim Einsatz von Video-Trainings in der Unternehmenspraxis und vorgelagert auch in der Ausbildung? Ein Blick auf typische Einsatzszenarien gibt die Antworten.

    Szenario 1: Im Unternehmen wird neue Software eingeführt. Praktisch alle Mitarbeiter sind betroffen, aber in den unterschiedlichen Abteilungen gibt es unterschiedliche Anforderungen. Schon die üblichen Office-Programme werden von Marketingmitarbeitern, Fachleuten in der Produktion, Vertriebsspezialisten, Kaufleuten oder Teamassistenten verschieden genutzt. Und jeder Mitarbeiter bringt sein eigenes Vorwissen mit.
    Anforderung 1: Selbstbestimmtes und zeitunabhängiges Lernen der Inhalte, die man in der jeweiligen Arbeitspraxis braucht.

    Szenario 2: Unternehmen werden umorganisiert oder das Marktumfeld und die Ziele eines Unternehmens verändern sich. Jetzt gilt es, möglichst schnell, effizient und kostengünstig die erforderlichen Kompetenzen aufzubauen. Die Voraussetzungen dafür sind ebenso individuell unterschiedlich wir die Zielsetzungen.
    Anforderung 2: Flexibilität bei der Zusammenstellung und Nutzung der Inhalte, praxisgerechte Inhalte und eine umfassende Trainingsbibliothek.

    Bild 2: Online-Trainingsportal – sowohl zur individuellen Nutzung als auch mit standardisierten Log-in-Verfahren im Unternehmenszusammenhang

    Szenario 3: Es gibt Personalfluktuation im Unternehmen, Mitarbeiter möchten sich weiterentwickeln und manchmal werden Mitarbeiter mit sehr konkreten, neuen Aufgaben konfrontiert. Hier können Video-Trainings Hilfe zur Selbsthilfe bieten. Das ist kostengünstiger und passgenauer als Vor-Ort-Seminare.
    Anforderung 3: Stetige Verfügbarkeit der Trainings, ortsunabhängig und auf allen gängigen Plattformen – auch mobil. Die Inhalte müssen so aufbereitet sein, dass sie schnell von der Aufgabenstellung zum Ziel führen sowie Wissensvermittlung und Einüben von Verfahren verbinden. Wo nötig, sollten die Inhalte auch zur Prüfungsvorbereitung geeignet sein.

    Bild 3: Komfortable Nutzung der Video-Trainings auf iPad- oder Android-Geräten

    Erfolgsfaktoren beim Einsatz von Video-Trainings

    Worauf kommt es also an, wenn man Video-Trainings erfolgreich in Unternehmen und Ausbildung einsetzen möchte? Schauen wir auf die Praxis bei Unternehmen und Hochschulen, die sich für die umfassendste und ausgefeilte Trainingsbibliothek am Markt entschieden haben (über 700 deutschsprachige Trainings, Gesamtangebot von 1.500 Trainings in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch). Ihre Auswahlkriterien:

    • umfangreiche Trainingsbibliothek mit thematischer Vielfalt, unterschiedlichen Aufgabenstellungen und praxisrelevanten Lösungsansätzen
    • flexible Kombinierbarkeit von Lerninhalten
    • Verfügbarkeit rund um die Uhr, an jedem Ort und plattformunabhängig
    • Möglichkeit des mobilen Lernens, z.B. auf Geschäftsreisen oder auch zuhause an PCs und auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones
    • stetige Aktualität und hohe Qualität der Lerninhalte
    • leichte technische Implementierung im Unternehmenskontext
    • günstige, praxisbezogene Lizenzierungsmodelle, skalierbar vom Einzelplatz bis zum unternehmens- bzw. organisationsweiten Einsatz, z.B. Trainingsabonnements oder aufgabenorientierte Trainings-Bundles
    • für den Einsatz in internationalen Unternehmen: Trainingsbibliotheken in mehreren Sprachen

    Video-Trainings ermöglichen die flexible und kostengünstige Schulung überall dort, wo man Kursmaterial benötigt, das sich problemlos den unterschiedlichen Gegebenheiten und Zielsetzungen in Unternehmen anpassen lässt, wo zusätzlich Eigeninitiative und Verantwortung gefördert werden sollen. Dabei kommt es jedoch nicht nur auf die Qualität der einzelnen Kursinhalte an. Zusätzlich benötigt man ein thematisch breites Angebot innerhalb einer konsistenten Trainingsbibliothek sowie eine absolut einfache technische Einbindung in den Unternehmensalltag, am besten auf einer web-basierten, standardisierten Lösung. Dann spielen Video-Trainings ihre spezifische Stärke aus: die aufgabenorientierte, konzentrierte Vermittlung von Fachwissen, verbunden mit dem Einüben praxisgerechter Verfahren.