Erlkönig. Warum Industrie 4.0 & IoT zusammengehören (müssen) …

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    Klaus Aschauer, Vorstand der COSMO CONSULT-Gruppe

    Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT) sahen viele noch vor kurzem als Zukunftsvisionen, deren Umsetzung man in Ruhe beobachten und abwarten könne. Doch schon die Cebit 2016 zeigte, mit welcher Fülle von anwendungsreifen Lösungen eine große Anzahl von Anbietern aufwarten kann – von Bosch über die Fraunhofer Institute bis zu zahlreichen Softwarehäusern. Allerdings: die Lösungen sind in der Regel nicht durchgängig, umfassen somit nicht die gesamte Supply Chain von der Kundenanfrage bis zur Abrechnung und Nachkalkulation.

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    „Industrie 4.0 und das Internet of Things (IoT) müssen eng zusammen betrachtet werden, als allumfassende Digitalisierung der realen und somit auch der industriellen Welt“, bringt es Udo Ramin, Geschäftsführer der Cosmo Consult TIC GmbH, auf den Punkt. Die großen Herausforderungen, aber auch die großen Chancen, bestehen für ihn in der Einbindung von in Echtzeit kommunizierenden Objekten wie Maschinen, Werkzeugen, Bauteilen und Ressourcen sowie den Menschen. Durch langjährige Kontakte zum Fraunhofer Institut für Fabrikbetrieb und Automatisierung und die Branchenspezialisierung des Unternehmens auf dem Gebiet des Anlagenbaus entstand ein gemeinsames Forschungsprojekt unter dem Namen „Industrie 4.0 – Digitale Baustelle“.

    Gemeinsames Ziel waren IoT-Anwendungen, die dazu führen, dass das digitale Industrie 4.0-Zeitalter nicht bei der Fertigung von Bauteilen aufhört, sondern über IoT und mobile Apps weitergetragen wird. Erreicht wird das durch die Vernetzung von Microsoft Technologie mit unterschiedlichsten Anwendungssystemen und mit Schnittstellen, die die Systemwelten verbinden. So wurde beispielsweise eine direkte Integration von Autodesk Vault in die Microsoft Dynamics-ERP-Welt entwickelt – und damit eine völlige Durchgängigkeit der Prozesse.

    Durchgehende Lösung – vom Auftrag bis zur Zahlung

    Im Rahmen einer Kundenanfrage wird im ERP-System Microsoft Dynamics NAV mithilfe der zertifizierten Branchenlösung eine neue Anlagenkomponente erfasst und mit einem Checklistensystem konfiguriert und kalkuliert. Das aus der Kalkulation abgeleitete umfangreiche Angebot wird an Microsoft Word in Office 365 übergeben und im Dokumentenmanagement-System, das auf SharePoint online basiert, abgelegt. Nach der Beauftragung wird die Anlage konstruiert, die CAD-Daten und 3D-Modelle werden dabei im PDM-System Autodesk Vault verwaltet. Die fertig konstruierten Baugruppen (Stücklisten) werden anschließend in Echtzeit in die Projektstruktur in Dynamics NAV transferiert.

    Hier stehen die Daten für den Einkauf und die Fertigung zur Verfügung. Für die technische Abwicklung werden alle relevanten Projektdaten an die Projekt-Management-Office-Plattform auf der Basis von Project Server on Azure übergeben. Über diese Projektplattform wird das Projekt detailliert geplant, gesteuert und überwacht. Geleistete Stunden von Monteuren und Servicetechnikern erfassen mobile Endgeräte und stellen sie dem ERP-System zur Abrechnung zur Verfügung.

    In Microsoft Dynamics NAV findet auch die kaufmännische Überwachung statt, etwa die Soll-/Ist-Vergleiche oder der Abrechnungsgrad des Projekts. Sämtliche gebuchten Transaktionen sind sofort auswertbar und werden anwendungsübergreifend in der Business Intelligence-Lösung analysiert. Ein digitaler Lageplan unterstützt die Orientierung aller Personen auf den Baustellen. Der verwendete Objekt-Tracker hilft dabei, Objekte in der Fertigung und auf der Baustelle direkt zu verfolgen.

    Fazit

    Die IoT-Anwendungen, die aus dem gemeinsamen Forschungsprojekt der Cosmo Consult GmbH und des Fraunhofer Instituts hervorgingen, ermöglichen die durchgängige, medienbruchfreie Abbildung der relevanten Unternehmensprozesse, und zwar von der Kundenanfrage über die Konstruktion und die kaufmännische und technische Projektabwicklung, die Montageplanung und Montagedurchführung sowie die Objektverfolgung bis zur Abrechnung und Nachkalkulation – alles auf der Basis von Microsoft-Technologien und mit Microsoft-zertifizierten Spezial-Lösungen.

    www.cosmoconsult.com

    Die COSMO CONSULT Gruppe, Europas größter Microsoft-ERP-Partner, hat sich mit 650 Mitarbeitern auf Implementierung und Systemmanagement von Branchenlösungen für mittelständische Fertigungs-, Dienstleistungs- und Handelsunternehmen sowie die Automobil-Zulieferindustrie spezialisiert.