SharePoint als intelligente Datendrehscheibe

    Immer wieder stehen Unternehmen vor der Herausforderung, Daten aus unter-schiedlichen Software-Systemen miteinander verbinden und zueinander in Be-ziehung setzen zu müssen. Die gavoCon IT Consulting GmbH zeigt vier Wege auf, wie eine individuell an das Unternehmen angepasste Lösung von Microsoft SharePoint 2010 die Integration verschiedener externer Datenquellen komfor-tabel gestaltet. Dabei wird durch den zielorientierten Einsatz der SharePoint-Technologie mehr Leistung aus Software-Systemen generiert.

    Arne Vortisch, Geschäftsführer von gavoCon, erläutert, mit welcher Motivation Unternehmen eine individuelle SharePoint-Lösung anfordern: „Bei der Konzep-tion von SharePoint-Projekten mit unseren Kunden stoßen wir immer wieder auf den Wunsch, systemübergreifend und vor allem schneller über Daten verfügen zu können. SharePoint ist bekannt für die Office-Integration und Collaboration-Funktionen, punktet durch seine Skalierbarkeit und die vorhandenen Schnitt-stellen aber auch in der Interaktion mit anderen Software-Systemen. Während einer ausführlichen Analyse der IT-Strukturen zeichnet sich ab, wo mit Share-Point die Leistung erhöht werden kann. In den folgenden Punkten stellen wir Maßnahmen vor, die dabei typischerweise zum Tragen kommen.“

    1. Unternehmensdaten in SharePoint zentralisieren
    Mit Hilfe einer individuell konfigurierten SharePoint-Umgebung lassen sich die Unternehmensdaten aus unterschiedlichen Quellsystemen bündeln. Über externe Inhaltstypen werden beispielsweise Daten definiert, die in einer SQL-Server-Datenbank oder in einer anderen relationalen Datenbank gespeichert sind. Auch ein benutzerdefinierter Datenkonnektor, ein Webdienst oder eine SharePoint-Website können so verfügbar gemacht werden. Basis hierfür ist die Defintion des externen Inhalts innerhalb von SharePoint Designer 2010 oder der Import eines Anwendungsmodells über die Service-Anwendung für Business Data Connectivity. Zusätzlich können in SharePoint-Formularanwendungen, die über die InfoPath-Technologie erstellten werden, die Daten aus SharePoint mit externen Datenquellen kombiniert werden. Lästige Such- und Kopiervorgänge innerhalb verschiedener Datenspeicher werden durch diese Ansätze hinfällig gemacht. Der gravierende Vorteil hierbei ist die verbesserte Verfügbarkeit und der deutlich schnellere Zugriff auf Unternehmensdaten. Weiterhin wird die Datenqualität verbessert, da eventuelle Irrtümer während der manuellen Zusammenführung zeitkritischer Daten verhindert werden.

    2. Lesen, Schreiben und Aufbereiten
    Eine weitere Erleichterung im Datenmanagement erreichen Unternehmen, in-dem sie den beiderseitigen Informationstransfer zwischen SharePoint und den externen Anwendungen etablieren. Im Gegensatz zu SharePoint 2007 können mit SharePoint 2010 Daten wieder in die ursprüngliche Anwendung zurückge-schrieben werden. Die Daten aus einer externen Quelle werden also über die Schnittstelle Business Connectivity Services zusammengeführt, verarbeitet und die Ergebnisse anschließend wieder an das Backend-System transferiert. Da-durch wird eine mehrfache Datenpflege umgangen und wertvolle Arbeitszeit eingespart. Ebenfalls können über die Schnittstelle die im Backend-System lagernden Daten zur Gewinnung wichtiger Kennzahlen des Unternehmens auf-bereitet werden. Die grafische Darstellung von Berichten erfolgt in SharePoint 2010 über Dashboards, Scorecards und Key Performance-Indikator-Listen.

    3. Bestehende Systeme erweitern
    Microsoft SharePoint 2010 kann nicht nur Daten aus anderen Systemen er-folgreich integrieren, sondern ist selbst auch als Erweiterung für bestehende Anwendungen einsetzbar. Die vorhandenen Webservice-Schnittstellen von SharePoint ermöglichen die Nutzung als Extension für die im Unternehmens-betrieb etablierten Backend-Systeme. So können etwa bankspezifische Re-porting-Lösungen mit zusätzlichen SharePoint-Features aus den Bereichen Dokumenten-Management-System und Collaboration ergänzt werden. Hiermit setzen Unternehmen in einer bereits bestehenden Software-Architektur neue Potenziale frei. Ebenso können die im Vergleich zu SharePoint 2007 erweiter-ten Business-Intelligence-Features von SharePoint 2010 die Funktionalität be-stehender Systeme ergänzen.

    4. Von der Datensammlung zum Workflow
    SharePoint zeichnet sich im Datenmanagement dadurch aus, dass die Funktionalität über den bloßen Austausch von Informationen zwischen Software-Systemen hinausgeht. Letztlich lassen sich auf Basis der systemübergreifend verfügbaren Daten in SharePoint auch komplexe Workflows initialisieren. Ohne Arbeit am Code vornehmen zu müssen, können über grafisch orientierte Tools wie SharePoint Designer 2010 und Visio Arbeitsabläufe angestoßen werden. So können zum Beispiel in einer Datenbank gelagerte Informationen, die über externe Listen in SharePoint verfügbar gemacht werden, in Workflows eingebunden, dort verändert und rückgeschrieben werden.

    Link
    www.gavocon.de